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Interessantes Ehrenamt: Wer möchte Heimbeiräte beraten?

am . Veröffentlicht in Aktuelle Nachrichten

In Pflegeheimen und in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sollen Heimbeiräte gewählt werden. Doch auch diese Beiräte brauchen Unterstützung. Damit die Beiräte die nötige Unterstützung erhalten, werden Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich darum kümmern wollen.

Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung SH e. V.In Pflegeheimen und in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sollen Heimbeiräte gewählt werden. Sie wirken unter anderem bei der Gestaltung des Alltags im Heim, der Freizeitangebote, der Essenspläne und auch bei vertraglichen Festlegungen mit. „Doch nicht in jedem Heim gibt es so ein funktionierendes Gremium. Bewohner, die bei der Beiratswahl und auch bei der praktischen Arbeit des Gremiums Probleme haben, können sich an die Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung (LAG) wenden. Dort erhalten sie Rat und Hilfestellung“, weiß Erich Jacobsen. Er arbeitet in der Heimaufsicht des Kreises Nordfriesland.

Landesweit gehören der LAG rund 150 ehrenamtliche Beraterinnen und Berater an. »Sie üben ein sehr interessantes Ehrenamt aus, das aber noch nicht genügend bekannt ist«, stellt Erich Jacobsen fest. Zurzeit sucht die LAG neue Mitglieder, die sich schulen lassen möchten und dann in den Heimen beratend tätig werden.

Ihre Arbeit beruht auf dem Selbstbestimmungsstärkungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein. Innerhalb ihres gesetzlichen Auftrages arbeiten die Berater frei und unabhängig. „Sie sind nicht an Weisungen gebunden. Auch die Heimaufsicht macht ihnen keine Vorgaben“, betont Jacobsen. Wie viel Aufwand die Berater betreiben müssen, hängt von dem jeweils besuchten Heim ab - manchmal reicht schon ein Nachmittag aus, um den Weg zur Wahl eines Beirates vorzubereiten, in anderen Fällen sind weitere Gespräche erforderlich. Neu eingerichtete Heimbeiräte sind oft dankbar, wenn sie auch in ihrer ersten Sitzung noch ein wenig Hilfestellung erhalten.

Die LAG bietet jährlich 20 interessierten Personen eine kostenlose Schulung an, in der sie auf die Beratertätigkeit vorbereitet werden. Voraussetzungen für diese Aufgabe sind soziales Geschick, Flexibilität, Fingerspitzengefühl, Mobilität und Zeit. Nach der Grundschulung werden die Berater in das landesweite Netzwerk der LAG aufgenommen. Die LAG bietet ihnen eine regelmäßige Unterstützung vor Ort an und steht auch bei Fragen ständig zur Verfügung.

Nähere Auskünfte erteilt der Regionalsprecher der LAG für Nordfriesland, Friedrich Delle. Er ist erreichbar unter Tel. 04841 2583 sowie per E-Mail unter friedrich.delle(at)gmx.de.