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Informationsflut: Überfluss ist Überdruss – aber wegsehen gilt nicht

am . Veröffentlicht in Aktuell-Kommentar

Zu viel Information kann störend sein

Überfluss heißt oft auch Überdruss! Auf diese einfache Formel kann man die unzähligen Postings engagierter Menschen auf Facebook bringen, die das St. Franziskus Kinderheim auf Nordstrand retten möchten. Doch zu viele Einträge zu einem Thema können schon einmal nerven. Auch wir haben uns schon gefragt, ob wir diese Informationsflut unterstützen sollen.

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Kommentar: Vor der Wahl hui, nach der Wahl pfui

am . Veröffentlicht in Aktuell-Kommentar

Ein Wahlzettel, auf den grade ein Kreuz gemacht wird

Vor knapp 14 Tagen erschien hier auf Nordseehenswertes der Artikel "Mehr als ein heißes Wahlkampfthema: Die Ware Wasser". In einer Umfrage wurde nach dem Informationsfluss zum Bürger gefragt und nach möglichen Konsequenzen seitens der Wähler. Das Ergebnis ist eher traurig als verblüffend. Doch es zeigt politische Notwendigkeiten auf. Ein Kommentar von Thomas Repp.

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Kommentar zum Protestcamp "Militarismus jetzt stoppen"

am . Veröffentlicht in Aktuell-Kommentar

von Thomas Repp

Die Bundeswehr soll ein "Parlamentsheer" sein. Doch Regierungen informieren den Bundestag nicht einmal über alle Auslandseinsätze der Bundeswehr. Zum anderen soll also ein Parlament über Mandate entscheiden, das sich aus Parteien zusammensetzt, die sich ganz offensichtlich über den Wählerwillen hinwegsetzen. Anders kann es wohl kaum gesehen werden, wenn DIE LINKE bei den Beratungen zum neuen Wahlrecht ausgeschlossen wird. Eine in den Bundestag gewählte Partei hat die Legitimation einer großen Gruppe von Wählern. Die Partei auszuschließen heißt faktisch die Wähler dieser Partei von der politischen Willensbildung auszuschließen oder ihnen das Wahlrecht abzusprechen. Beides ist nach demokratischen Gesichtspunkten unfassbar.

Wer kann es verdenken, dass solchen Politikern, die anscheinen nicht zu einer Diskussion fähig sind, kein verantwortungsvoller Umgang mit der Bundeswehr zugetraut wird? Und wer kann es verdenken, dass es Menschen gibt, die denken, dass Antimilitarismus unter solchen Umständen die wirkungsvollste Waffe ist? Wer kann es verdenken, dass es diesen Menschen Angst und Bange ist, wenn sie an die weltweite Rüstungsmaschinerie denken und sie gegen diese Machenschaften demonstrieren? Und wer kann es verdenken, dass sie sich als Ort die Stormstadt aussuchen – die Stadt, deren Bürgervorsteherin Birgitt Encke ihre Liebe zum Kriegsspielen dadurch zeigt, dass sie sich mit der Waffe in der Hand in einer kriegsverherrlichenden Pose fotografieren lässt?

Jede Gesellschaft kann froh über junge Menschen sein, die sich nicht blind an die Propaganda der Regierung halten sondern sich eine eigene Meinung bilden. Heute mögen sie vielleicht noch als "Spinner" abgetan werden – morgen werden sie gehört werden. Sie sind diejenigen, die eine Gesellschaft verbessern und nicht, wie das gerne gebrauchte Wort "Chaoten" impliziert, ins Chaos stürzen.
 

Hier finden Sie den Artikel  "Antimilitaristisches Protestcamp in Husum: Alles Spinner?"